Über uns - Medienbeiträge - Jan.-Febr. 2009

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Presse und andere Medien aus der Region

 

Sächsische Zeitung
Donnerstag, den 09. Februar 2009, Lokalsport


Fünf Sachsentitel für Dresdner Talente


Eiskunstlauf

Bei der offenen Sachsenmeisterschaft der Eiskunstläufer errangen die Aktiven vom Dresdner Eislauf-Club fünf Einzeltitel.
Bei den Juniorinnen setzte sich Sandy Hoffmann durch, ihre Klubkollegen Patricia Kühne (Nachwuchs U17), Kurt Grohmann (Anfänger B), Simon Krocker (Anfänger A) und Lea Johanna Dastich (Anfänger B) zogen nach. Die Saxony Ice Pearls setzten sich im Synchroneiskunstlauf durch. Für en DEC gab es noch fünfmal Silber (ms)



Sächsische Zeitung
Donnerstag, den 05. Februar 2009, Ausgabe Regionalsport


Sandy Hoffmann darf zu Mini-Olympia fahren

von Arnd Lochmann (SZ)

Freitals Eiskunstlauf-Talent patzt im entscheidenden Wettkampf und ringt mit einer Verletzung. Dennoch belohnt der Verband ihre starke Saison.

Eiskunstläuferin Sandy Hoffmann aus Freital hat die direkte Qualifikation für die Junioren-Weltmeisterschaft verpasst. Beim entscheidenden Wettkampf in Oberstdorf gelang ihr aber der Sprung ins Team für die olympischen Europa-Jugendspiele.

Beim internationalen Eiskunstlaufwettbewerb, den „Bavarian Open“ in Oberstdorf, ging es am Wochenende für Sandy um einen von zwei Startplätzen für die Junioren-Weltmeisterschaft in Sofia (Bulgarien).

Die Freitalerin – sie startet für den Dresdner Eislauf-Club – gehörte zum engsten Kreis der Anwärterinnen, ging aber nicht ganz fit in den Wettkampf. Seit Wochen macht ihr eine Zerrung in der Gesäßmuskulatur zu schaffen. Trotz des Handicaps zeigte die 15-Jährige ein tolles Kurzprogramm, unter anderem mit dem dreifachen Lutz. Die Preisrichter belohnten diese Leistung mit 45,47 Punkten.
Das bedeutete Platz drei.

Nicht ganz fehlerfrei war danach die Kür, sodass es in der Gesamtabrechnung beim dritten Platz blieb. Die Sportgymnasiastin verpasste somit die Qualifikation für die Junioren-WM, wurde aber zumindest als Ersatzstarterin benannt.



Archivfoto: Steffen Unger (SZ)

Sandy Hoffmann lief im Herbst beim Dresdner Zwingerpokal in ihrer Altersklasse zum Sieg.
Sie hat aber die direkte Qualifikation für die Junioren-Weltmeisterschaft verpasst.
Beim entscheidenden Wettkampf in Oberstdorf gelang ihr jedoch noch der Sprung ins Team
für die olympischen Europa-Jugendspiele.

Die 15-Jährige bekam zudem eine Nominierung für die 9. Europäischen Olympischen Winter-Jugendspiele vom 14. bis 21. Februar im polnischen Slask (Beskiden) – eine Anerkennung des Verbandes für ihre starken Leistungen in dieser Saison. „Ich bin wahnsinnig glücklich, dass ich dorthin fahren darf. Natürlich werde ich alles geben, um mein Land würdig zu vertreten“, sagt sie. Seit Anfang Februar wird sie von der früheren Olympiasiegerin und Weltmeisterin Annett Pötzsch-Rauschenbach trainiert. Zudem bleibt auch Ingrid Lehmann ihre Trainerin.



Sächsische Zeitung
Dienstag, den 03. Februar 2009, Gesamtausgabe Sport


Anett Pötzsch mit Träumen in Dresden

von Sven Geißler (SZ)

Der Ordner an der Eishalle erkannte sie sofort. "Ach, Frau Pötzsch", begrüßte er die neue Trainerin des Dresdner EC gestern. Und er lotste sie auf den eigentlich für eine Veranstaltung reservierten Parkplatz: "Für Sie gibt es immer eine Lücke." So freundlich empfangen, fühlte sich Anett Pötzsch-Rauschenbach herzlich willkommen an ihrer neuen Wirkungsstätte. Die Olympiasiegerin von 1980, die zehn Jahre in Chemnitz Talente geformt hat, tritt beim DEC die Nachfolge der langjährigen Übungsleiterin Evelin Gutzeit an. "Ich bin dem Eiskunstlaufen seit meinem fünften Lebensjahr mit Leib und Seele verbunden und möchte meinen Enthusiasmus einbringen, dass wir hier gemeinsam etwas erreichen", sagt sie.

Dresdner Erfolge liegen zurück

Die internationalen Glanzzeiten des Dresdner Eiskunstlaufens liegen lange zurück. Jan Hoffmann gewann 1980 olympisches Silber, im Paarlauf lief Sabine Baeß mit Thassilo Thierbach 1982 zum WM-Titel, und Evelyn Großmann wurde 1990 Europameisterin. "Dresden hatte schon immer guten Nachwuchs", sagt Anett Pötzsch, die mit dem gebürtigen Dresdner Axel Rauschenbach verheiratet ist. Er belegte mit Mandy Wötzel 1992 bei den Olympischen Spielen in Albertville Platz acht. Solche Sternstunden möchte auch die Trainerin Pötzsch-Rauschenbach erleben. "Ich rede nicht gleich von Medaillen, aber die Teilnahme an einer Europa- oder sogar Weltmeisterschaft wäre ein Traum. Ohne den braucht man nicht anzufangen", sagt die 48-Jährige, die mit Chemnitzer Schützlingen achtmal in Folge Titel bei deutschen Meisterschaften erringen konnte. Sie kennt das Rezept des Erfolges aus eigener Erfahrung. "Für den Leistungssport braucht man die Fähigkeit, mit Leidenschaft zu leiden. Man muss sich quälen können." Aber genau das sei heute nicht mehr so zu vermitteln wie zu ihrer Zeit, als die strenge Trainerin Jutta Müller uneingeschränkt das Sagen hatte. "Wir haben es nur so weit gebracht, weil wir sie an unserer Seite hatten", sagt Anett Pötzsch-Rauschenbach: "Sie hat uns diszipliniert, gedrängt und organisiert." Heutzutage sei es "ein Riesenseiltanz" für die Trainer. "Wenn ich versuche, streng zu sein und durchzugreifen, sagt der Sportler vielleicht: Das ist mir zu anstrengend - und tschüs!" Kopieren wolle sie Jutta Müller ohnehin nicht. "Ich gehe meinen eigenen Weg", betont die zweimalige Weltmeisterin, aber: "Sie bleibt für mich trotzdem ein Vorbild, weil sie ihre Ziele nie aus den Augen verloren hat, egal, was sich ihr in den Weg stellte." Beim DEC sieht Anett Pötzsch-Rauschenbach gutes Potenzial. "In Dresden gab es schon immer eine gute Nachwuchsbasis, und die Athleten haben in dieser Saison wirklich klasse Leistungen gebracht. Davor ziehe ich den Hut", sagt die bisherige sächsische Landestrainerin. Sie ist sich im Klaren, dass nicht jedes Eissternchen zur Eisprinzessin reift. "Eiskunstlaufen ist eine sehr schöne, aber auch schwierige und komplexe Sportart, in der es nur wenige an die Weltspitze schaffen", erklärt die einstige Weltklasse-Läuferin: "Mir geht es als Trainerin darum, dass jedes Kind, jeder Athlet herausfindet, wo seine eigene Leistungsgrenze liegt. Das ist sehr spannend, auch wenn es ab und zu anstrengend werden kann." Anett Pötzsch beendete ihre Karriere nach ihrem erfolgreichsten Winter 1980 wegen Knieproblemen bereits mit 19Jahren. Eine solche Popularität wie ihre Nachfolgerin Katarina Witt hat sie nie genossen. "Ich weiß nicht, ob ich der Typ wäre, so in der Öffentlichkeit zu stehen." Für sie ist die Familie das große Glück. "Es ist schön, Kinder zu haben. Ich bin ganz stolz auf meine zwei Mädchen."

Meistertitel für Tochter Claudia

Während die 14-jährige Cindy mit Eislaufen nichts im Sinn hat und lieber Volleyball spielt, gewann Claudia mit Robin Szolkowy 2001 die nationalen Titelkämpfe und nahm zweimal an der Junioren-WM teil. "Sie wurde jedoch zu groß und damit zu schwer für das Paarlaufen", erzählt Anett Pötzsch-Rauschenbach. Mit seiner neuen Partnerin Aljona Savchenko wurde Szolkowy vor Kurzem zum dritten Mal Europameister und peilt bei der WM im März in Los Angeles die Titelverteidigung an. "Aljona ist für Robin sicher die bessere Alternative, aber Claudia erinnert sich gern an die Zeit." Abgesehen von dem aktuellen Vorzeigepaar der Deutschen Eislauf-Union habe man in Chemnitz aus optimalen Bedingungen jedoch zu wenig gemacht, meint Anett Pötzsch-Rauschenbach. Auch das gehörte wohl zu den "Umständen", die sie zum Wechsel bewogen haben, die sie aber nicht erläutern will. "Ich sehe Dresden als Chance und Herausforderung." (geisler.sven@dd-v.de)



Anett Pötzsch-Rauschenbach begann gestern ihre Arbeit als Stützpunkttrainerin beim DresdnerEC.
Als Aktive - auf dem kleinen Foto bei einem Wettkampf 1976 - gewann sie 1980 Olympiagold.
Foto: Matthias Rietschel; Archivfoto: Camera4

Zitat:
"Für den Leistungssport braucht man die Fähigkeit, mit Leidenschaft zu leiden."
Zitatautor: Anett Pötzsch-Rauschenbach

Personalien Anett Pötzsch-Rauschenbach

Geboren
am 03. September 1960 in Karl-Marx-Stadt.

Wohnort:
Chemnitz.

Familie:
verheiratet mit Axel Rauschenbach (Olympia-Achter im Paarlauf 1992);
zwei Töchter (Claudia / 24 Jahre aus erster Ehe mit Axel Witt, dem Bruder von Katarina Witt,
und Cindy / 14 Jahre).

Beruf:
Diplom-Sportlehrerin, Bankkauffrau, Eiskunstlauf-Trainerin.

Größte Erfolge ihrer aktiven Kariere:
Olympiasiegerin 1980 in Lake Placid / USA; Olympia-Vierte 1976 in Innsbruck / Österreich;
Weltmeisterin 1978 und 1980; Vizeweltmeisterin 1977 und 1979, Europameisterin 1977, 1978, 1979, 1980;
EM-Zweite 1976 und EM-Dritte 1975; DDR-Meisterin von 1976 bis 1980.



Sächsische Zeitung / SZ-online
Freitag, den 30. Januar 2009, Ausgabe Regionalsport


Dresdnerin will zur Junioren-WM


Eiskunstlauf

Die 15-jährige Sandy Hoffmann vom Dresdner Eislauf-Club kann am Wochenende bei den Bavarian Open in Oberstdorf das Ticket zur Junioren-Weltmeisterschaft in Sofia (23. Februar bis 1. März) lösen.

In dem nationalen dreiteiligen Qualifikations-Wettbewerb liegt Hoffmann hinter Isabel Drescher (Dortmund) nach zwei Wettkämpfen deutlich auf Rang zwei. Die beiden erstplatzierten qualifizieren sich für die Welttitelkämpfe in Bulgarien. Die Bavarian Open sind allerdings der gewichtigste Wettbewerb. Hoffmann konnte in den letzten Tagen wegen einer Zerrung im linken Gesäßmuskel nur eingeschränkt trainieren. (ald)

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