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Presse und andere Medien aus der Region

 

DEU-PRESS 2009 / 2010
Pressemitteilung der Deutschen Eislauf-Union e.V.
vom 01.10.2009


Sandy Hoffmann Siebte nach dem Kurzprogramm beim Pokal der Blauen Schwerter
Pressedienst JGP Dresden / Abdruck honorarfrei

Dresden (1.10.09) - Die Dresdner Eiskunstläuferin Sandy Hoffmann liegt nach dem Kurzprogramm der Damen beim Pokal der Blauen Schwerter auf Rang sieben und wurde damit beste Deutsche. Als vorletzte Starterin von 33 Läuferinnen zeigte Hoffmann am Donnerstag abend einen Doppel-Axel, Doppel-Flip und eine Kombination aus dreifachen und doppeltem Rittberger, stolperte jedoch bei der Landung. Sie erhielt 41,93 Punkte. "Die Kombination hätte sauberer sein können, aber insgesamt war es recht gut. Ich hatte viel Spaß." Die Dresdnerin genoss es auch zu Hause zu laufen. "Die Freude war groß. Viele haben mir die Daumen gedrückt, und es hat geholfen."

Das Kurzprogramm gewann die Amerikanerin Kira Baga mit einer fehlerlosen Leistung und 56,27 Punkten vor Polina Agafonova (Russland/50,87 Punkte) und Angela Maxwell (USA/47,63 Punkte). Julia Pfrengle (Mannheim) wurde 9. (39,78 Punkte). Isabel Drescher (Dortmund) landete nach zwei Stürzen abgeschlagen auf dem 21. Zwischenrang (34,78 Punkte) vor der Kür am Freitag.



DEU-PRESS 2009 / 2010
Pressemitteilung der Deutschen Eislauf-Union e.V.


Eiskunstlaufstars von morgen zu Gast in Dresden
von Tatjana Flade

Die Eiskunstlaufstars von morgen sind vom 30. September bis 3. Oktober beim ISU Junioren Grand Prix in Dresden zu Gast.
Insgesamt 59 Einzelläufer, 22 Paare und 21 Tanzpaare aus 32 Nationen von Australien bis zu den USA sind beim Pokal der Blauen Schwerter am Start. Für sie geht es um Preisgeld, Weltranglistenpunkte, und die besten Läufer kämpfen um den Einzug ins Finale der Top acht aus der Junioren Grand Prix Serie. Der traditionsreiche Eiskunstlaufwettkampf, der früher in Chemnitz zu Hause war und in diesem Jahr in Dresden stattfindet, ist der fünfte von sieben Wettbewerben der Junioren Grand Prix Serie.

Der Pokal der Blauen Schwerter blickt auf eine lange Geschichte zurück und erlebt bereits seine 43. Auflage. Bei diesem traditionsreichen Wettkampf verdienten sich viele spätere Olympiasieger und Weltmeister die ersten Sporen, unter anderem Katarina Witt. Von 1961 bis 1998 wurde der Wettbewerb jährlich abgehalten und wird seitdem alle zwei Jahre im Rahmen der Junioren Grand Prix Serie der Internationalen Eislauf-Union ausgetragen.

Die Junioren Grand Prix Serie besteht in diesem Jahr aus Wettkämpfen in Ungarn, den USA, Polen, Weißrussland, Deutschland, Kroatien und der Türkei. Insgesamt nehmen an der Serie etwa 500 junge Eiskunstläufer im Alter von 13 bis 19 (Einzellauf) bzw. bis 21 Jahren (Paarlauf und Eistanz) teil.

Aus Deutschland gehen in Dresden drei Herren, drei Damen, drei Tanz- und zwei Paarlaufpaare an den Start:
Daniel Dotzauer (Chemnitz), ein Schüler der Olympiasiegerin Annett Pötzsch-Rauschenbach, die inzwischen in Dresden als Trainerin tätig ist, der Oberstdorfer Franz Streubel und Denis Wieczorek aus Erfurt.
Bei den Damen sind es Isabel Drescher (Dortmund), die ebenfalls bei Annett Pötzsch-Rauschenbach trainierende Sandy Hoffmann sowie die Mannheimerin Julia Pfrengle, Tochter der früheren Europa- und Vize-Weltmeisterin Claudia Leistner und des Paarlaufmeisters Stefan Pfrengle.
Im Paarlauf gehen Julia Gurdzhi/Alexander Völler (Dortmund) und die Berliner Karolin Salatzki/Nolan Seegert ins Rennen.
Stefanie Frohberg/Tim Giesen (Berlin/Neuss), Juliane Haslinger/Tom Finke (Chemnitz) und Shari Koch/Christian Nüchtern (Düsseldorf/Siegen) schließlich vertreten Deutschland im Eistanz.

Der Zeitplan des Pokals der Blauen Schwerter ist wie folgt:

Mittwoch, 30. September: Training
Donnerstag, 1. Oktober: Eistanz Pflichttanz, Kurzprogramm der Herren, Kurzprogramm der Damen
Freitag, 2. Oktober: Kurzprogramm der Paare, Eistanz Originaltanz, Kür der Damen
Samstag, 3. Oktober: Eistanz Kür, Kür der Paare und Kür der Herren



Dresdner Neueste Nachrichten
Dienstag, den 30. September 2009


DNN, 30.09.2009

 



Sächsische Zeitung
Dienstag, den 29. September 2009,
Lokalausgabe Dresden, Dresdner Sport, S.12
und sz-online


„Ja, ich bin manchmal bockig“
von Alexander Hiller

Ihr rechtes Schienbein blutet.
„Ich bin beim Sprungtraining gegen eine Hürde geknallt“, sagt Sandy Hoffmann
und drückt einen Eisbeutel an die leicht geschwollene Wunde.

Für die 16-jährige Eiskunstläuferin des Dresdner Eislauf-Clubs (DEC) ist das aber noch lange kein Grund, die nächste Trainingseinheit eine halbe Stunde später infrage zu stellen. Obwohl ihre roten Wangen noch von den Anstrengungen des Krafttrainings zeugen.
Eine Stunde Ballettübungen sind als nächstes dran.
Dann steht die gebürtige Freitalerin noch zwei Stunden auf dem Eis – bei 5 Grad gefühlter Lufttemperatur in der Eistrainingshalle an der Freiberger Arena.

Lächeln übt die Dresdnerin Sandy Hoffmann selbst im Training.      Junioren Grand Prix in Dresden

     Dieses Programm nimmt das derzeitige Aushängeschild der kleinen Dresdner Eiskunstlaufszene offenbar gern in
     Kauf. Denn ab Donnerstag will sie beim bedeutendsten Eiskunstlauf-Wettbewerb seit langer Zeit in der
     Landeshauptstadt überzeugen.
     Der Weltverband ISU hat den deutschen Austragungsort des Junior Grand Prix in diesem Jahr an Dresden
     statt an Chemnitz vergeben. Die Weltelite der Junioren-Eisläufer gastiert also von Donnerstag bis
     Sonnabend in der Freiberger Arena. 59 Einzelläufer, 21 Paare und 22 Tanzpaare aus 32 Nationen von
     Australien bis zu den USA haben sich angesagt.
     Sandy Hoffmann ist beim fünften der sieben Wettbewerbe des Junior Grand Prix mit dabei.
     Ihr zweiter Auftritt bei der ISU-Serie.

     Vor knapp drei Wochen sprang in Lake Placid Rang 14 heraus. „In Dresden will ich besser sein. Meine  
     Vorfreude ist riesengroß. Nervosität spüre ich nicht, ich will den Wettkampf genießen“, betont die Schülerin
     des Sportgymnasiums.
     Seit Mai dieses Jahres hat sie eine neue Lehrmeisterin an ihrer Seite. Anett Pötzsch-Rauschenbach, Einzel-
     Olympiasiegerin von 1980, trat ihren Dienst als neue DEC-Trainerin an.

Ein nicht unkomplizierter Vorgang, da lotet jeder die Grenzen des anderen aus.
„Ich musste mich erstmal etwas umstellen. Bei uns hat natürlich jeder seinen eigenen Kopf.
Und ja, ich bin manchmal auch etwas bockig, das muss ich zugeben“, sagt Sandy Hoffmann und lacht.
Im Klartext: die beiden Damen waren nicht immer einer Meinung. Was bei einer solchen Neuformierung auch nicht ungewöhnlich ist.
„Ich habe schon einige Erfahrungen mit verschiedenen Charakteren. Sandy ist gerade in einem schwierigen Alter, da müssen die Jugendlichen erstmal sich selbst finden. Viele Gemütszustände kann ich als ehemalige Sportlerin natürlich nachvollziehen“, sagt Anett Pötzsch-Rauschenbach schmunzelnd. Klar habe Sandy auch bei ihr probiert, wie weit sie gehen kann.
„Das Wichtigste ist, dass Trainer und Sportler ein Ziel verfolgen, und dem alles unterordnen.
Der Trainer muss das Ziel klarer vor Augen behalten. Da muss man auch knallhart sein – das wird oft missverstanden“, betont die Trainerin. Im Moment scheint sich das Duo Pötzsch-Rauschenbach/Hoffmann gut aufeinander einzuspielen.
„Es läuft relativ rund“, erklärte Sandy Hoffmann.
Ein Zwischenergebnis dieser fruchtbaren Zusammenarbeit will die Athletin am Donnerstag (Kurzprogramm) und Freitag (Kür) aufs Dresdner Eis zaubern. Dafür hat Sandy zwei neue Programme eingeübt.
Nach „La Califfa“ von Stargeiger David Garrett läuft die Dresdnerin die Kür, Töne von Cirque du Soleil erklingen beim Kurzprogramm.

Beratungspause: Anett Pötzsch-Rauschenbach (r.) und Sandy Hoffmann sind mittlerweile ein eingespieltes Team.      Foto: SZ / Thomas Lehmann

Der große Zeh ist taub

Allerdings wird die talentierte Dresdnerin mit einem kleinen Handicap starten.
Im großen Zeh des rechten Fußes hat Sandy Hoffmann nur noch ein Taubheitsgefühl.
Das ist seit ihrem Auftritt in Lake Placid so. Die Läuferin hat dafür eine einfache Erklärung.
„Bei einem Schulbankett hatte ich Schuhe mit langen Absätzen an, wahrscheinlich war das nicht so günstig“,
erklärt sie schmunzelnd. Frauenschuhe müssen eben schön sein, nicht praktisch.

Sportliche Nachteile hat sie wegen dem tauben Zeh ohnehin nicht. Weder beim Junior Grand Prix noch danach. Dafür steckt genügend Gefühl im Rest des Körpers. „Für Sandy muss in diesem Jahr die Teilnahme an der Junioren-Weltmeisterschaft in Den Haag das Ziel sein. Das hat sie drauf, wenn sie das Selbstvertrauen aufbringt, die gelernten Elemente alle zu zeigen.
Aber Sandy ist eine Sportlerin, die immer kämpft, sich manchmal selbst überrascht“, sagt die Trainerin.
Vielleicht gelingt ihr ja eine Überraschung in Dresden.

Zeitplan:
Do., 10Uhr Eistanz (Pflichttanz); ab 13.15 Uhr Junioren (Kurzprogramm); ab 18.10 Uhr Juniorinnen (KP);
Fr. ab 9.30 Uhr Paare (KP); ab 13.45 Uhr Eistanz (Originaltanz); ab 17.30 Uhr Juniorinnen (Kür);
Sa., ab 9 Uhr Eistanz (Kür); ab 13 Uhr Paare (Kür); ab 17.30 Uhr Junioren (Kür)

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